Die 9. Klasse geht auf Qualitraining

 

In der Abgeschiedenheit des Jugendlandheims Grimmerthal bereiten sich die Ammersrichter Schüler auf ihren Abschluss vor.

Manche können es kaum glauben, doch der Quali hat Einzug gehalten im Schulalltag und dabei schien das alles zu Beginn des Jahres so unglaublich weit entfernt.

Da galt es natürlich, sich vor dem Beginn der Prüfungen noch einmal auf das Wesentliche zu konzentrieren und am besten für alle Fächer einen fulminanten Schlussspurt hinzulegen. Direkt nach dem Zwischenzeugnis begann deshalb der Klassenleiter Bernhard Hirsch mit der Planung eines Quali-Trainings und suchte nach einem Selbstverpflegerhaus, um die Kosten niedrig zu halten.

  

  

Nach den Osterferien entstand dann zusammen mit den Schülern ein Lernplan, der pro Tag bis zu sechs Lerneinheiten umfasste. Über den gesamten Aufenthalt hinweg schaffte es jeder in der Klasse unglaubliche zweiundzwanzig Stunden für das reine Lernen zu investieren – eine Zahl, die für allgemeines Erstaunen sorgte, denn das hätte sich wohl keiner alleine zugetraut.

Parallel zu den Lernfächern waren auch Übungsphasen für die praktischen Fächer eingeplant, so übernahm zum Beispiel die Soziales-Gruppe die komplette Bewirtung und konnte unter Anleitung ihrer Fachlehrkraft, Frau Sandra Hummel , wunderbar für das Quali-Kochen üben. Die „Techniker“ hatten ihre Zeichenplatten und eine höchst umfangreiche Aufgabensammlung dabei, übten dazu aber auch die Umsetzung über Solid Edge an den mitgebrachten Laptops.

Damit auch die Sportler zu ihrem Recht auf Vorbereitung kommen, einigte sich die Klasse darauf, mit dem Fahrrad anzureisen, was auch dank der Unterstützung von Eltern gut umzusetzen war. Außer zwei kleineren Pannen und heftigem Regen auf der Rückfahrt verlief auch dieser Teil des „Trainings“ ohne größere Probleme und manche waren doch überrascht, dass sie die gut 20 Kilometer ganz passabel bewältigt hatten.

Insgesamt war es eine ausgesprochen entspannte und harmonische Fahrt, die sehr davon profitierte, dass die Klasse über die drei gemeinsamen Jahre zusammengewachsen ist. Jeder konnte mit jedem arbeiten, es gab keine Diskussionen über die Verteilung der Aufgaben im Haus und auch das Säubern und Aufräumen vor der Abfahrt verlief absolut geordnet. So gesehen hätte man mit der Gruppe locker auch noch ein oder zwei Tage länger bleiben können, aber wichtig ist ja, dass man die Erfahrungen aus der Planung und der Umsetzung in der Gemeinschaft mit in die Pfingstferien nimmt und so dann auch gut vorbereitet in den letzten Prüfungsteil starten kann. Der Anfang ist ja inzwischen gemacht und die ersten Ergebnisse lassen bei den meisten den Rückschluss zu, dass sie die Tage in Grimmerthal wirklich genutzt haben.