Von Gabeln, Spießen und Fesselungen ...

 

…haben fünf Grundschüler sicher noch am 1. Advent geträumt; nicht weil sie eine Koch- oder Zauberkurs gemacht haben, sondern weil sie unsere Schule bei den Mannschaftsmeisterschaften Oberpfalz im Schulschach am 1. Dezember in der RT-Halle in Regensburg vertraten.

 

 

Fünf Stunden lang standen u.a. die genannten taktischen Schachmotive im Mittelpunkt des Denken und Handels von Lukas Decassian, Marc Koller, Tim Eichler, Bela Schmid-Burgk und Neno Morviller. Nach sieben herausfordernden Mannschaftskämpfen gegen andere Grundschulen aus der Oberpfalz belegte unser Team mit 6:8 Mannschaftspunkten einen ansprechenden Mittelfeldplatz bei den 21 Mannschaften, die sich trauten in der Wertungsklasse „Grundschulen“ anzutreten. Über alle Altersklassen verteilt hatte die Veranstaltung eine Resonanz von ca. 100 Mannschaften.

Gecoacht von Schachlehrer Herrn Eckl (DJK Amberg) und betreut von von Herrn Lacher und Frau Eichler, nahmen Lukas, Marc und Bela als erfahrene Hasen bereits zum zweiten Mal teil und wurden erstmalig ergänzt durch Tim und Neno. Jeder Grundschüler hatte schöne Erfolgserlebnisse mit gewonnen Partien, wobei Tim im schulinternen Vergleich die Nase vorn hatte mit vier Gewinnpartien von sechs Gespielten. Die stärksten Gegner hatten jedoch Lukas und Marc an Brett 1 und 2.

 

 

Angefangen hat das Turnier etwas holprig mit 1:5 Mannschaftspunkten zu Beginn. Die Jungs mussten sich erst wieder ins Turniergeschehen hineinfinden und Nervosität und überschnelles Handeln war zu überwinden. In der zweiten Turnierhälfte (mit 5:3 Mannschaftspunkten) wurde wesentlich zeitsouveräner agiert und in der allerletzten Runde 7 kam es gar zu Zeitnotschlachten. Zeitnot ist im Schach kein Makel, sondern bei jungen Spielern ein Beleg dafür, dass sie anstreben die verfügbare Zeit optimal zu nutzen. Irgendwie gleicht sich bei Zeitnot auch alles mal aus: Bela verlor durch seine Zeitnot die letzte Partie, Lukas punktete durch die Zeitnot seines Gegners.

Aber die erzielten Punkte sollen nur von nachrangiger Bedeutung sein! Viel wichtiger ist der Lerneffekt, vier Stunden lang mit zielgerichteten Denken und Handeln die Konzentration hoch zu halten, Niederlagen zu verdauen, Siege zu genießen, Zeiteinteilung zu üben und nicht zuletzt den Mannschaftsgedanken zu leben.